Triton Bucht bleibt ein Risiko

Trotz anderslautender Berichte ist ein Besuch der Triton Bucht im Südosten des Vogelkops von Neuguinea noch immer nicht ohne Risiko durchführbar. In den vergangenen 2 Jahren war die Bucht Schauplatz mehrerer, z. T. gewalttätiger Auseinandersetzungen der Eingeborenen mit Tauchschiffen, die daraufhin die Triton Bucht aus ihren Tourverläufen strichen.

Nach langwierigen Verhandlungen der regionalen Behörden mit den Dörfern in der Bucht einigte man sich im März 2011 auf die Einführung einer Nationalparkgebühr von ca. 40 Euro. Trotzdem kommt es immer noch zu Konflikten mit den Dörfern in der Bucht.

Dies musste die M/V Putri Papua erfahren, als sie im Februar zum ersten Mal nach der Wiedereröffnung der Triton Bucht in der Gegend unterwegs war. Nach nur anderhalb Tagen ungestörten Tauchens wurde das Schiff von den Bewohnern eines Dorfes vertrieben. Stattdessen musste man sich mit Tauchgängen vor der Insel Aiduma begnügen.

4 Gedanken zu „Triton Bucht bleibt ein Risiko“

  1. Die Einheimischen haben völlig unrealistische Erwartungen in Bezug auf die zu erzielenden Einnahmen durch die Nationalparkgebühr. Vermutlich ist in den Dörfern auch noch kein Geld angekommen, weil nach der Wiedereröffnung kaum Schiffe in der Triton Bucht waren. Die Schiffe zahlen die Eintrittsgebühr in Kaimana, eine knappe Tagesreise von den Dörfern entfernt. In diesem Fall glaube ich noch nicht mal, dass es an der indonesischen Korruption liegt. Es ist einfach (noch) kein Geld da, das man verteilen könnte.

  2. Erinnert mich an die Insel vis-a-vis von Max Ammer. Dort mußten die Samstäglichen Paradiesvogel-Ausflüge zu der gegenüberliegenden Insel ja auch zugunsten eines anderen Reviers verlegt werden, weil die Einheimischen aufgrund der finanziellen Ungereimtheiten diese Tiere töteten.

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