Bekiffte Polizei in Aceh

Bekiffte Polizei in Aceh

Einem Bericht der Zeitung Jakarta Globe zufolge nehmen etwa 1000 der insgesamt 13 000 Polizisten der indonesischen Provinz Aceh im Norden von Sumatra regelmäßig Drogen. Besonders verbreitet sei der Genuss von Methamphetaminen. Heraus kam dies bei systematischen Untersuchungen der Haare aller Polizisten in Aceh. Polizei-Chefinspektor Iskandar Hasan erklärte gegenüber der Presse, Drogenhändler würden gezielt versuchen Polizeibeamte abhängig zu machen, um sie dann für ihre Zwecke einzuspannen. An eine Entlassung oder Bestrafung der süchtigen Beamten wird allerdings nicht gedacht. Sie sollen vielmehr in einem Trainingszentrum in einem abgelegenen Teil der Provinz umerzogen werden.

Aceh ist mittlerweile zu einem wichtigen Umschlagsplatz für Drogen aus malaiischer Produktion für Indonesien geworden. Hinzu kommt eine längere Tradition des Marihuana-Anbaus. Erst kürzlich wurden Anbauflächen von gut 157 ha Größe von der Polizei zerstört. Marihuana wird in der traditionellen acehnesischen Küche als Gewürzmittel verwendet.

Während in Indonesien Polizeibeamte nach Drogenkonsum straffrei wegkommen, geht man bei Drogenvergehen von Zivilisten ungleich härter vor. So drohen einem in Bali wegen Drogenvergehens verhafteten japanischen Touristen 15 Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 1,1 Millionen US$. Erst kürzlich wurde ein 14 Jahre alter australischer Jugendlicher mit 6,9 g Marihuana in seinem Besitz zu zwei Monaten Gefängnisstrafe verurteilt.



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