Korallenbleiche trifft Pulau Weh

Korallenbleiche trifft Pulau Weh

Die Korallenriffe vor Pulau Weh im Norden von Sumatra sind offensichtlich besonders stark von dem Korallensterben im Indischen Ozean betroffen. Im Bericht der Marinebiologen der Wildlive Conservation Society (WCS) von Ende Juli 2010 findet sich die folgende Bilderserie, die den gleichen Riffabschnitt in der Iboih Bucht (Pulau Weh) vor (a), während (b) und nach der Korallenbleiche Ende Juli 2010 (c) im Vergleich darstellt. Die Mortalität bei einigen Korallenarten soll bis zu 100% betragen. Insgesamt sprechen die Wissenschaftler von 80 % abgestorbener Korallen in der Region.

Weitere Berichte über gebleichte Korallen liegen jetzt auch aus anderen Gebieten im Indischen Ozean vor. Insgesamt scheint die gesamte Region zwischen Mayotte im äußersten Westen des Indischen Ozeans über die Malediven bis weit in die Torres Straße nördlich von Australien betroffen zu sein. Sollten sich diese Informationen bewahrheiten, dürfte diese Korallenbleiche sowohl in der räumlichen Ausdehnung als auch im Schweregrad die große Bleiche im Jahr 1998 übertreffen. Der Indo-Pazifische Bereich scheint insgesamt (wieder) einmal von der Bleiche verschont geblieben sein. Während meiner Tauchgänge im Juli in Komodo, Flores und Alor konnte ich keinerlei Hinweise auf gebleichte Korallen entdecken.



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