Merpati - hati hati

Merpati – hati hati

Hati hati heißt auf indonesisch ‘Vorsicht’ oder ‘aufpassen’. Und wenn von der staatlichen, indonesischen Fluggesellschaft Merpati die Rede ist, hört man von Indonesiern häufig das Wortspiel ‘Merpati – hati hati’. Das bezieht sich zum einen auf den schlechten Wartungszustand und das hohe Alter der eingesetzten Flugzeuge, zum anderen aber auch auf die chronische Unpünktlichkeit dieser Airline. Auch in diesem Sommer hat es uns natürlich wieder einmal erwischt. In Denpasar hieß es nach ganz normalem Einchecken erst einmal Verspätung und dann – Stunden später – Streichung des Fluges. Immerhin brachte uns Merpati in einem einfachen Hotel in Kuta unter – direkt neben der Moschee und mit lauten Zimmernachbarn. Auch am nächsten Tag ging es zuerst nicht weiter, und als wir gegen Abend schon fast alle Hoffnung aufgegeben hatten, flogen wir doch noch nach Kupang weiter.


Leider bedeutete das wiederum, dass wir unseren schon bezahlten Flug nach Alor verpasst hatten. Also: zwei weitere Nächte im schönen 😉 Kupang in einem Hotel, das eher eine Baustelle als ein Hotel war. Dank der guten Beziehungen von Gilles, dem Chef von Alor Divers, schafften wir es immerhin zwei Tage später in den Flieger nach Alor zu kommen. Allerdings waren knapp 40 Euro für die Umbuchung zu bezahlen.

Gilles empfiehlt für die Anreise nach Alor den Weg über Surabaya zu nehmen. Über Surabaya kann man an einigen Tagen in der Woche den Weg nach Alor ohne einen Zwischenstopp in Kupang schaffen. Ansonsten hat sich wieder einmal die alte Erfahrung bestätigt, dass man bei Reisen in Indonesien immer ein paar Puffertage einkalkulieren sollte – besonders vor dem Langstreckenflug zurück nach Deutschland.

Zurück von Maumere nach Bali zeigte sich Merpati dann noch mal von seiner besten Seite – immerhin war ja auch Nationalfeiertag. Wie flogen auf die Minute pünktlich ab und alle Passagiere bekamen zur Feier des Tages ein indonesische Flagge geschenkt.

Nationalfeiertag im Merpati-Flieger


2 comments

  1. Andreas
    25. August 2007 at 15:36

    Hallo Michael,
    oh’,oh’ – da hattest du wohl ein bissel Pech.
    Bei uns haben alle Transfers mit Merpati bzw. Transnusa relativ gut funktioniert.
    Sehr lustig fand ich z.B. als bei unserem Abflug aus Alor die ganze örtliche Schule versammelt war – wahrscheinlich ist das Starten bzw. Landen von Flugzeugen immer noch ein ‘Großereignis’ auf Alor 🙂

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  2. 25. August 2007 at 16:33

    Hallo Andreas,
    ja, meistens klappt es ja auch irgendwie. Diesmal kam es allerdings ganz dicke. Freunde von uns mussten vier Tage in Alor warten, bis ihr Gepäck ankam. Immerhin konnten sie mit Leihgerät tauchen. Sie haben sich Klamotten von den anderen Gästen zusammenbetteln müssen und eine andere Reisegruppe hat es überhaupt nicht nach Alor geschafft und entnervt in Kupang aufgegeben. Sie sind nach ein paar Tagen wieder nach Bali zurück geflogen.
    Es kamen mehrere Dinge zusammen: Merpati konnte einen defekten Flieger nicht reparieren und Transnusa musste den Flugplan änderen, weil einer ihrer Jets zur Wartung nach Jakarta musste – und das alles mitten in der Hauptreisezeit!

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