Thailand sperrt Riffe für Taucher

Thailand sperrt Riffe für Taucher

Trotz des Widerstandes der betroffenen Tauchresorts in Thailand will die thailändische Regierung ab sofort 7 durch die Korallenbleiche im April/Mai 2010 besonders geschädigte Riffe vor Phuket, den Similan – und Surin Inseln und Koh Phi Phi für einen Zeitraum von fünf Jahren für Taucher sperren. Betroffen von dieser Sperrung sind insgesamt 18 beliebte Tauchplätze, die von den Tauchresorts und Safaribooten regelmäßig angefahren werden. In den betroffenen Gebieten sind mehr als 50 % der Korallen abgestorben.
Khun Sunan, Chef der thailändischen Nationalparkverwaltung, erklärte nach einem Treffen mit Marinebiologen in Bangkok, dass man die Entwicklung der betroffenen Riffe in den nächsten Jahren kontinuierlich beobachten werde, so dass bei schnellerer Regeneration der Korallenbestände auch eine Wiedereröffnung der Riffe nach 3 Jahren möglich sei.

Folgende Tauchplätze sind für Taucher ab sofort gesperrt:

Phang Nga Provinz: Mo Koh Surin Island, Ao Sutep, Ao Mai Ngam, Koh Ster, Ao Pakkard; Mo Koh Similan, East of Eden, Ao Faiwab
Krabi: Nopparat Thara Park, Phi Phi, Hin Klang
Satun Provinz: Hat Chao Mai National Park, Koh Cher; Mu Ko Phetra National Park, Koh Bulon Mai Pai, Koh Bulon Don; Koh Tarutao National Park, Kohtakiang, Koh Hin Ngam, Koh Rawi, Koh Dong
Chumporn Provinz: At Mo Koh Chumporn, Koh Maprao (Thailändischer Golf)

Die thailändische Regierung droht darüber hinaus mit empfindlichen Strafen: Taucher, die in den betroffenen Gebieten erwischt werden, müssen mit Strafen zwischen 1000 und 10.000 Baht (25 – 250 Euro) rechnen.

Ob der Widerstand der Tauchresorts in der Region Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Die malaysische Regierung hatte bereits im November ein große Zahl von Riffen vor der Ostküste für Taucher auf unbestimmte Zeit gesperrt.


3 comments

  1. jeremy
    9. Februar 2011 at 15:14

    ist doch eigentlich eine gute sache,oder!?!?

    gruß
    jeremy

    Reply
  2. 9. Februar 2011 at 17:59

    Keine Frage, auch Taucher tragen zur Zerstörung der Riffe bei. Die Tauchbasen argumentieren allerdings, dass durch die Sperrung der Riffe für Taucher und die Abwesenheit von Tauchbooten in der Region, Dynamitfischer in Zukunft freie Bahn hätten, da niemand mehr da sei, der sie von dort vertreiben könnte. Ob das jetzt nur ein Horrorszenario der Tauchbasenbetreiber oder eine ernst zu nehmende Warnung ist, wage ich nicht zu beurteilen.
    Grüße
    Michael

    Reply
  3. 29. Dezember 2011 at 12:40

    Hallo,
    obwohl nur am Rande davon betroffen und für Tauchbasen echt der “Supergau”, halte ich es für ein langfristig gute Entscheidung. Kenne teilweise die Tauchgebiete, die nun gesperrt sind und dachte mir schon seit Jahren, dass hier was absolut nicht in Ordnung ist.
    Vielleicht fangen die Taucher nun endlich an, etwas vorsichtiger mit der Natur umzugehen; kenne Aktionen – auch von meinen eigenen Schülern – die einfach nur auf Zerstörung angelegt waren. Und was sollen die Tauchbasen langfristig tun, wenn Sie nichts mehr zu bieten haben außer tote Riffe?
    Die Frage ist nun, wie die Regierung die Auswirkungen auf die Tauchbasen kompensiert. Bislang kenne ich hier noch kiene tragfähigen Konzepte. Wisst ihr mehr?
    LG, Andrea

    Reply

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