Wakatobi in der Kritik

Wakatobi in der Kritik

Im neuesten undercurrent findet sich ein interessanter Artikel über die Erfahrungen eines amerikanischen Gastes mit dem Wakatobi Dive Resort. Das Resort ist vermutlich das am besten beworbene Tauchresort in Indonesien und hat sich besonders auf den lukrativen us-amerikanischen Markt spezialisiert.

Leider ist nicht alles Gold was glänzt. Dies musste Marc Pinto aus Denver erfahren, der im März dieses Jahres eigentlich einen Platz auf dem resorteigenen Tauchsafariboot “Pelagian” gebucht hatte. Nachdem er immerhin 14 000 US$ für den Flug nach Bali und Wakatobi bezahlt hatte, teilte man ihm bei seiner Ankunft in Singapur mit, dass die Pelagian noch im Trockendock liege und nicht zur Verfügung stehe. Außerdem erfuhr er  von Valentin Maeder, dem Bruder des Wakatobi Besitzers Lorenz Maeder, dass man dies zwar vorher gewusst habe, aber bewusst darauf verzichtet habe die gebuchten Gäste über diesen Sachverhalt rechtzeitig zu informieren. Valentin Maeder erklärte seinem konsternierten Gast, er liebe solche Herausforderungen und verzichte daher auf eine rechtzeitige Information der Gäste. Wie der undercurrent in Erfahrung brachte, war dies schon das dritte Mal, dass Pelagian-Gäste nach Ankunft in Indonesien feststellen mussten, dass das Wakatobi-Schiff nicht zur Verfügung stand.

Wie das Wakatobi-Management diese “Herausforderungen” meistert, wird durch den Bericht von Marc Pinto klarer.  Die Gäste bekommen als Alternative zur Tauchsafari einen Aufenthalt im Wakatobi Dive Resort angeboten und haben nach einer langen und teuren Anreise um den halben Globus auch keine andere Wahl als dies zu akzeptieren. Weil Marc Pinto möglicherweise etwas hartnäckiger war als die anderen Mitreisenden, bot man ihm unter der Bedingung der Verschwiegenheit zusätzlich freie Getränke und Massagen im Resort an.  Pinto fand dies allerdings den anderen Gästen gegenüber unfair und vereinbarte mit dem Wakatobi Management als Bezahlung der Hälfte des normalen Tarifs für eine Woche und die Zurückerstattung des für die Pelagian-Tour bereits bezahlten Betrages.

Nun, der geneigte Leser wird sich schon denken können, was nun passierte: Natürlich nichts! Das Resort ignorierte sämtliche E-Mails des in die USA zurückgekehrten Tauchers beharrlich. Immerhin gelang es Pinto von den USA aus einen Teil seiner mit VISA bezahlten Geldbeträge wieder zurückzubuchen. Die bereits vor mehr als einem Jahr mit VISA bezahlte Anzahlung in Höhe von 1400 US$ konnte er allerdings nicht mehr zurückfordern.

Für ein Resort, das sich damit rühmt, den bestmöglichen Service für seine Gäste zu bieten, ist dies mehr als nur peinlich. Zum bestmöglichen Service gehört selbstverständlich auch, dass man seine Gäste umfassend und rechtzeitig informiert – auch wenn es sich um schlechte Nachrichten handelt.

Das Wakatobi Dive Resort zieht es aber vor, Gäste nicht zu informieren, weil man genau weiß, dass sie – einmal in Indonesien angekommen – keine andere Wahl haben, als auf das Angebot, im Resort zu bleiben, einzugehen. Sie sitzen in der Wakatobi-Falle! Auch das Negieren der E-Mail-Anfragen und das Ausspielen der Gäste untereinander sind keine “Herausforderungen” wie Valentin Maeder es formuliert, sondern einfach nur miese Tricks.


2 comments

  1. cjw
    6. Oktober 2017 at 15:32

    Sicherlich bringen Sie das Verständnis dafür auf, wenn wir aus Angst vor Repressalien unseren
    Namen nicht bezeichnen. Unter Berufung von Zeugen können wir aber belegen, dass die Ma-
    chenschaften von Valentin Maeder und dessen Bruder nicht nur moral- und intelligenzfern
    sind….

    Viele freundliche Grüße
    CJW

    Reply
    1. Michael
      17. Dezember 2017 at 11:15

      Da würden mich aber mal die Details interessieren. Vielleicht per E-Mail an mich direkt?
      Viele Grüße
      Michael

      Reply

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