WWF in der Krise

WWF in der Krise

“Danke! Mit ihrer Spende an den WWF helfen Sie, die Lebensräume bedrohter Tier- und Pflanzenarten zu schützen.”

So steht es in den Werbeanzeigen mit dem Panda, die man immer wieder in Zeitschriften lesen kann. Nachdem ich mir den WDR-Beitrag vom 22.Juni “Der Pakt mit dem Panda: Was uns der WWF verschweigt” angesehen habe, kommen mir doch arge Zweifel, ob man den Aussagen des WWF weiter Glauben schenken darf.

Der Film erweckt den Eindruck, dass der WWF – oder zumindest Teile des WWF – von der Agroindustrie unterwandert ist, die mit Großspenden den WWF fördert. So befürwortet beispielsweise der WWF in Argentinien den Anbau von Gen-Soja und in Kalimantan in Indonesien die Urwaldrodung durch die Palmölindustrie. Der Gipfel ist ein vom WWF gefördertes riesiges Palmölprojekt in West Papua (Indonesien), das zur Vertreibung der dort lebenden indigenen Völker führen könnte.

Im Vorfeld der Filmausstrahlung hatte der WWF insgesamt 6 Unterlassungserklärungen gegen den Film angestrengt. So darf der WDR beispielsweise nicht mehr behaupten, dass der WWF Geld von den Unternehmen annehme und dafür Gütesiegel für nachhaltige Produktionen verschaffe, soweit dadurch der Eindruck erweckt würde, das Unternehmen würde gegen Geldzahlung ein WWF-Gütesiegel für nachhaltige Produktionen erhalten.

Trotzdem war die Reaktion des WWF nach der Ausstrahlung durch völlige Hilflosigkeit gekennzeichnet. Obwohl noch während der Ausstrahlung des Films auf der Facebook-Seite des Vereins die Kommentare eintrafen und schon am nächsten Tag eine Wikipedia-Seite entstanden war, schwieg der WWF erstmal beharrlich. Erst zwei Tage später rang man sich dann dazu durch, eine Faktencheck-Seite ins Netz zu stellen um sich den Fragen der Öffentlichkeit zu stellen. Interessant ist hier besonders die Diskussion im Forum.

Der WDR-Film ist noch gut eineWoche in der ARD-Mediathek zu sehen.



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