Bali erstickt im Plastik

Bali erstickt im Plastik

Taucher im Plastikmüll in Bali

Jeder, der in Indonesien häufiger unterwegs ist, kennt das Problem: Indonesien hat kein funktionierendes Abfall-Management. Der Abfall von 240 Millionen Menschen wird entweder verbrannt oder einfach ins Meer gekippt. Selbst auf abgelegenen Inseln in Raja Ampat oder in der Bandasee findet man große Mengen von Plastikabfall, den die Meeresströmungen an Land gespült haben.

Insbesondere während und nach der Regenzeit ist es besonders schlimm. Dann wird der gesamte Müll, der im Laufe der Trockenzeit einfach in die ausgetrockneten Flusstäler geworfen wurde, von den Wassermassen ins Meer gespült und schwimmt als riesiger Plastikteppich auf der Wasseroberfläche.
Ende Oktober trieb bereits ein solcher Müllteppich südlich von Ambon in der Bandasee und jetzt hat ein britischer Taucher ein Video aus Bali im Netz veröffentlicht, das ihn mitten in Plastiktüten und anderem Abfall am Tauchplatz Manta Point zeigt. Auf dem Video ist sogar ein Manta zu sehen, der durch den Müll im Wasser schwimmt. Grauenhaft!

Wenn Taucher Derartiges unter Wasser erleben kommen sie bestimmt nicht wieder. Hier steht das Ansehen von Indonesien als Tauchgebiet der Extraklasse auf dem Spiel. Wenn die politisch Verantwortlichen in diesem Land nicht endlich wach werden, dürften solche Videos & Bilder in Zukunft häufiger gepostet werden und dem Ansehen von Indonesien als Ziel für Taucher und Strandliebhaber nachhaltigen Schaden zufügen.

 



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