Die Molukken

Die Inselkette der Molukken liegt in der östlichen Hälfte Indonesiens zwischen Sulawesi und West Papua. Zu den nördlichen Molukken (Maluku Utara) gehört die Insel Halmahera mit den beiden Inseln Ternate und Tidore im Westen. Im Zentrum der Inselkette liegt die Insel Seram und das kleinere Ambon, die Hauptstadt der Molukken. Im Südosten schließen sich die Banda-Inseln, und die abgelegenen Kei-und Aru-Inseln an und im Süden liegen weitere kleine Inseln zwischen Wetar und Tanimbar.
Karte der Molukken
1512 errichteten die Portugiesen erste Niederlassungen auf den Molukken, um den Gewürzhandel zu kontrollieren. 1663 wurden sie von den Niederländern verdrängt, die seit dieser Zeit den extrem gewinnträchtigen Handel mit Nelken und Muskatnuss kontrollierten. Ende des 18. Jh. gelang es auch den Briten sich zeitweise auf den Molukken festzusetzen. Sie nutzten diese Zeit, um Nelken- und Muskatnussbäume in andere Gebiete des Empire zu verpflanzen. Damit wurde das niederländische Handelsmonopol nachhaltig zerstört.
Nach der Unabhängigkeit Indonesiens gab es auf den Molukken Bestrebungen, eine unabhängige Republik zu proklamieren. Dieser Sezessionsversuch scheiterte und viele Molukker wanderten daraufhin nach Holland aus.
1999 kam es auf Ambon zu einem Bürgerkrieg zwischen Christen und Muslimen. Der Konflikt wurde durch das massenhafte Eindringen islamistischer Fundamentalisten aus Ost-Java (Jemaah Islamiyah) weiter verstärkt und breitete sich über die gesamten Molukken aus. Erst 2002, nach Abzug der islamistischen Terrorgruppen, entspannte sich die Situation. Heute gelten die Molukken als beruhigt und die durch den Bürgerkrieg verursachten Zerstörungen sind weitestgehend beseitigt.

Die Molukken werden bisher nur von wenigen Touristen besucht. Das liegt zum einen an der fehlenden touristischen Infrastruktur, zum anderen aber auch an den klimatischen Bedingungen. In der Hauptreisezeit von Juni bis September ist Regenzeit auf den Molukken, während der Rest Indonesiens sich gerade in der Trockenzeit befindet. Man sollte daher einen Besuch der Molukken im europäischen Sommer eher vermeiden. Allerdings gibt es auch hier wieder regionale Abweichungen. So kann man durchaus auch im Sommer vor der Westküste Halmaheras oder im Norden von Seram tauchen. Dort ist es im Windschatten der großen Inseln auch im Juli/August wieder trocken.

Ambon ist für indonesische Verhältnisse gut erreichbar. Es gibt tägliche Direktflüge von Jakarta. Wer von anderen Flughäfen in Indonesien nach Ambon möchte, muss in der Regel über Makassar (Ujung Pandang) fliegen. Von dort gibt es täglich mehrere Flüge nach Ambon.
Die großen Pelni-Passagierfähren legen regelmäßig in Ambon an. Allerdings lohnen sich diese Schiffe nur für Indonesien-Besucher mit kleinem Budget und viel Zeit.

Tauchen in Ambon

Ambon ist nicht nur das Drehkreuz für jeden Besuch der Molukken, sondern auch aus taucherischer Sicht eines der interessantesten Ziele in Indonesien. Hier gibt es auch die Mehrzahl der landbasierten Tauchmöglichkeiten auf den Molukken. Viele der anderen Tauchziele der Region - wie etwa die Banda-Inseln, Seram oder Halmahera - lassen sich oft nur mit Tauchschiffen erreichen; aber auch die fahren in ihrer Mehrzahl von Ambon ab.

Blättert man in den einschlägigen Fisch-Bestimmungsbüchern, findet man immer wieder Hinweise auf den Fundort Ambon, und einige Fischarten wie der Ambon-Skorpionfisch, der Ambon-Fahnenbarsch oder der Ambon-Kofferfisch wurden sogar nach ihrem Fundort benannt.
Eigentlich hätte im Jahr 2009 eine weitere Fischart der Ambon-Liste hinzugefügt werden müssen: Die neu-entdeckte Anglerfischart Histiophryne psychedelica (Psychedelischer Anglerfisch) wurde leider vom dafür zuständigen Wissenschaftler nicht nach ihrem Fundort Ambon benannt, sondern bekam ziemlich willkürlich aufgrund seines ungewöhnlichen Erscheinungsbildes das Prädikat 'psychedelisch' verpasst - vermutlich ein letztes Nachbeben der Flower-Power-Zeit des für die Namensgebung zuständigen Ichthyologen. Fest steht, dass auch diese neue Fischart bisher nur im Ambon gefunden wurde (wenn man von einem 17 Jahre alten, eingelegten Exemplar aus Bali absieht).
Gerade mit diesem letzten Fund unterstreicht Ambon seine herausragende Rolle als Artenfabrik und Biodiversitäts-Hotspot in Indonesien. Es ist daher auch nicht weiter verwunderlich, wenn insbesondere UW-Fotografen und -Filmer sowie Critter-Liebhaber vermehrt nach Ambon fliegen, um dort auf die Suche nach dem Besonderen unter Wasser zu gehen.

Die interessantesten Critter-Tauchplätze in Ambon befinden sich am nördlichen Ufer der riesigen, etwa 600 m tiefen Ambon-Bucht. Die UW-Topographie der Tauchplätze ist gekennzeichnet durch einen Wechsel von sandigen Flächen, Geröllfeldern und Senken, in denen vereinzelte Korallenblöcke zu finden sind. Nur wenige Tauchplätze (Batu Berdiri) fallen durch schöne Korallen auf. Meist besteht der Bewuchs, der leicht bis steil abfallenden Hänge aus Weichkorallen und verschiedenen Algenarten. Richtiges Muck-Feeling stellt sich beim Tauchen im Hafen von Laha (Laha I) ein. Hier kann man zwischen Autoreifen, Metallschrott und Gummilatschen auf Entdeckungstour gehen.
Tauchplätze Ambon
Die abgebildete Karte der Tauchplätze stellt in erster Linie die Critter-Tauchplätze in der Ambon-Bucht dar. Weitere schöne Tauchplätze mit Korallen und Steilwänden findet man im Süden und im Westen (Pulau Tiga) der Insel. Für eingefleischte Critter-Experten sind diese Tauchplätze allerdings weniger interessant. Es gibt in Indonesien zweifellos bessere mit Korallen bewachsene Tauchplätze an Außenriffen, als Ambon zu bieten hat.
Unsere Drift-Tauchgänge vor den Pulau Tiga (Drei Inseln) waren zwar nicht schlecht, aber auch nicht so gut, dass wir es uns gewünscht hätten ein weiteres Mal dorthin zu fahren.

Herausragend sind allerdings die Critter-Tauchplätze, besonders am Nordufer der Ambon-Bucht. Hier findet man alles, was Lembeh zu bieten hat, allerdings mit weit besserer Sicht (20 m) und da der schwarze Sand fehlt, sind alle Tauchplätze auch deutlich heller als in Lembeh. Ein weiterer Vorteil ist, dass man in der Regel alleine ist. Mit den Maluku Divers gibt es nur eine einzige Tauchbasis in unmittelbarer Nähe der Critter-Tauchplätze, die regelmäßig mit einem ihrer drei Tauchboote diese Orte anfährt. Eine weitere, indonesisch geführte Tauchbasis an der Südküste, Blue Rose, liegt zu weit weg und fährt vorwiegend die Tauchplätze im Süden von Ambon an. Während unseres 11 tägigen Aufenthaltes in Ambon sahen wir nicht ein einziges Tauchboot dieses Resorts. Allerdings kamen frustrierte Gäste der Basis zu den Maluku Divers, weil man im Blue Rose Resort nicht in der Lage oder Willens war, Tauchgänge zu organisieren.
Neu, und ebenfalls gut bewertet ist Diving Into Ambon. Kai und Barb haben diese Tauchbasis erst vor wenigen Jahren eröffnet und sich innerhalb kurzer Zeit einen hervorragenden Ruf erarbeitet.
Im Grunde bietet Ambon alles, was auf der üblichen Wunschliste von Critter-Liebhabern steht. Bis auf die Blauringkrake (Blue Ring Octopus) bekamen wir alles vor die Linse, was das Herz von UW-Fotografen und-Filmern höher schlagen lässt. Fast bei jedem Tauchgang gab es Seepferdchen ( H. kuda und H. histrix) und verschiedene Anglerfische zu sehen - natürlich auch die neue, psychedelische Art. Geisterpfeifenfische findet man an mehreren Tauchplätzen und an zwei Plätzen findet man auch zwei verschiedene Arten von Rhinopias (R. frondosa und R. eschmeyri). Die Vertreter der Familie der Skorpionfische ist auf Ambon fast vollständig vertreten. Auffälligste Vertreter sind die häufig vorkommenden Teufelsfische (Inimicus didactylus). Besonders im Hafen von Laha wimmelt es nur von Steinfischen. Hier muss man zweimal hinschauen, bevor man sich irgendwo festhält. Direkt unter den Fischerbooten im Hafen kann man auch tagsüber Mandarinfische beobachten.
Interessanterweise ist der Ambon Skorpionfisch seit Jahren schon nicht mehr in Ambon gesichtet worden. Dafür findet man ihn aber mittlerweile in Lembeh und Bali.
Auf sandigen Flächen fanden wir Mimik Oktopusse, Kokosnuss Oktopusse und immer wieder Langarm Oktopusse. Bei einem Tauchgang konnten wir sogar Prachtsepien bei der Paarung beobachten. Bei Nachttauchgängen kann man Boxer Krabben finden und Harlekin Garnelen kann man auch tagsüber beobachten.

Bei einem Besuch der Ambon-Bucht sollte man die Mondphasen im Auge haben: Während in der Zeit zwischen Vollmond und Neumond in der Bucht kaum nennenswerte Strömungen auftreten und die Sicht um 20 m schwankt, kann in den Tagen um Vollmond und Neumond die Strömung in der Bucht unangenehm stark werden und sich die Sicht drastisch verschlechtern. Auch die standorttreuen Tiere suchen dann Schutz und sind bei den Tauchgängen nicht mehr zu finden.

Ambon Bildergalerie

(c) Marcel Hagendijk

Tauchbasen auf Ambon

Maluku Divers

Das Angebot an Tauchbasen auf Ambon ist übersichtlich. Die Critter-Tauchplätze in der Ambon-Bucht werden nur von zwei Basen besucht. Die längste Erfahrung mit Tauchen in Ambon haben die Maluku Divers, die seit 2009 ihr Resort von der Südküste in die direkte Nachbarschaft der Critter-Tauchplätze verlegt haben und das obere Preissegment bedienen.

Das neue Resort ist nur knapp 10 Minuten vom Flughafen Ambon entfernt und bietet in der aktuellen Ausbaustufe in 10 geräumigen Bungalows Platz für maximal 20 Gäste, die für Tauchausfahrten auf die drei Tauchboote verteilt werden. Alle Critter-Tauchplätze in der Bucht sind so in 5 bis maximal 15 Minuten erreichbar. Die Tauchbasis selbst ist großzügig eingerichtet. Große Becken zum Wässern der UW-Fotoausrüstung sind vorhanden und ein klimatisierter, gut beleuchteter Kameraraum mit Lademöglichkeiten steht den Gästen zur Verfügung. Auch in den Bungalows ist ein Tisch für die UW-Fotoausrüstung vorgesehen, allerdings ist dieser Bereich zu schlecht beleuchtet. NITROX soll ab Oktober 2010 angeboten werden.
Die aus Lembeh importierten Tauchguides kennen die Tauchplätze sehr genau und sind in der Lage, den Gästen die verschiedenen Tiere auf Bestellung zu servieren. Natürlich klappt das nicht immer, aber doch meistens.

Das Essen im Resort ist sehr abwechslungsreich. Im Moment arbeitet in der Küche ein balinesisches Team, das Erfahrungen auch aus internationalen Hotels mitgebracht hat und in der Lage ist, die Gäste mit gut gemachten Gerichten zu verwöhnen.

Insgesamt machte das Resort bei unserem Besuch 2010 noch einen unfertigen Eindruck: An den Außenanlagen wurde noch gearbeitet. Die Bepflanzung war noch recht kümmerlich und wartete noch auf die nächste Regenzeit, um sich richtig entwickeln zu können. Die klimatisierten Bungalows wirkten von innen sehr dunkel und waren nur mit einem grauen Betonfußboden ausgestattet, der schon Risse aufwies. Die weißen Fliesen sollten im Laufe des Jahres noch gelegt werden. Die Betten waren riesig und bequem.
Blue Rose Divers

Das untere Preissegment auf Ambon bedienen die indonesisch geführten Blue Rose Divers am Santai Beach an der Südküste von Ambon. Die Basis liegt in unmittelbarer Nähe der Tauchplätze im Süden mit schönen Korallenriffen. Es werden aber auch die Tauchplätze in der Ambon-Bucht angefahren.

Bei unserem Besuch in Ambon im April 2010 schien die Basis allerdings nicht auf Taucher eingestellt zu sein. Das Personal war nicht in der Lage Auskünfte zu erteilen und von einem Tauchguide war weit und breit nichts zu sehen. Man kann also offensichtlich nicht immer billig bei den Blue Rose Divers tauchen. Manchmal geht es scheinbar auch gar nicht. Für Leute mit viel Zeit und wenig Geld könnte die Basis aber durchaus eine Alternative zum sehr teuren Maluku Divers Resort sein.

Dive Into Ambon

Dive Into Ambon ist der neue Stern am Taucherhimmel Ambons. Die 2013 eröffnete Tauchbasis hat sich mittlerweile in Ambon fest etabliert. Neuerdings hat Dive Into Ambon auch ein eigenes Hotel, so dass die Gäste direkt beim Resort untergebracht werden können. Kaj Maney, der Eigentümer von Dive Into Ambon war früher Chef-Tauchguide beim Kungkungan Dive Resort in Lembeh und ist ein ausgezeichneter UW-Filmer. Man muss also nicht mehr unbedingt bei den Maluku Divers tauchen, um die Unterwasserwelt Ambon zu erleben.

Cape Paperu

Gibt man in einem Browser die Adresse www.malukudivers.com oder www.maluku-divers.com ein, landet man überraschenderweise nicht bei den Maluku Divers in Ambon, sondern auf der Seite des Cape Paperu Resorts auf der Insel Saparua. Geschickterweise hat Paperu den Maluku Divers diese Domains vor der Nase weggeschnappt und lenkt auf diese Weise viele Taucher, die möglicherweise in der Ambon-Bucht tauchen wollten, auf die eigene Website.
Zur Klarstellung: Das Cape Paperu Resort liegt nicht auf Ambon, sondern auf der etwa 75 Bootsminuten entfernten Insel Saparua südlich von Ambon. Man fährt vom Flughafen zuerst nach Tulehu (1 Std.) und wird von dort mit einem der Speedboote zum Resort gebracht.

Von Paperu sind schöne Korallenriffe und vor Nusa Laut noch weiter im Süden auch Großfische und Fischschwärme in Reichweite.

Tauchen auf Halmahera

Seit Ende 2010 gibt es auch ein neues Resort in den nördlichen Molukken. Es heißt Weda Resort und liegt an der Ostküste von Halmahera.

Rob Sinke, Tauchveteran und Chef der Divers Lodge Lembeh, wollte noch einmal ein neues Projekt starten. Sein neues Resort bietet in Nachbarschaft eines kleinen Dorfes Unterkunft in 7 großen Bungalows an.

Die Tauchboote sind ähnlich konstruiert wie die bewährten Boote des Resorts in Lembeh. Sie sind mit vier 30PS Motoren und Toiletten ausgestattet. Auch bei den Tauchguides wird man davon ausgehen können, gut geschulte Guides aus Lembeh mit an Bord zu haben. Genaueres über das Tauchen in Halmahera kann man der Website des Resorts entnehmen. Wir haben im Rahmen einer Tauchsafari auf der Amira einige der Tauchplätze des Resorts besucht. Aufregendes war nicht dabei. Allerdings hatten wir nicht genügend Zeit, um alle Tauchplätze zu besuchen. Da es in der Umgebung des Resorts auch Paradiesvögel zu beobachten gibt, lassen sich hier auch Exkursionen an Land durchführen. Wir haben ganz früh am Morgen an einer Tour zu den Paradiesvögeln teilgenommen und konnten den Wallace Paradiesvogel bei seiner morgendlichen Balz beobachten.
Die Sommermonate (Juli/August) eignen sich wegen des dann vorherrschenden Südwindes weniger gut für einen Tauchaufenthalt im Weda Resort.

Billig ist der Spaß nicht:

Der Aufenthalt kostet pro Tag 150 € (Verpflegung, Unterkunft, 3 Bootstauchgänge + nonlimit Tauchen am Hausriff) und für den Transfer von Manado nach Halmehara werden weitere 250 € fällig.

Mit dem Tauchschiff durch die Molukken

Banda, Fischwe
Banda Tauchplatz Lavaflow
Neben den oben beschriebenen, landbasierten Tauchmöglichkeiten gibt es noch einige Tauchschiffe, die in unregelmäßigen Abständen Tauchziele vor den Molukken ansteuern. Meist erfolgt das im April oder Oktober, wenn die im Raja Ampat Gebiet verkehrenden Schiffe zum Sommer hin in Richtung Komodo bzw. im Herbst von Komodo nach Raja Ampat verlagert werden.

Meist werden dann längere Überführungstörns über die Banda Inseln und Ambon angeboten. Einige wenige Schiffe bleiben auch im Sommer in der Region. Sie fahren dann Tauchziele vor der Nordküste von Seram oder im Süden und Westen von Halmahera an. Es muss hier ganz ausgezeichnete und fischreiche Tauchplätze geben.

Wer Interesse an einer solchen Tauchsafari hat, sollte sich folgende Schiffe und deren Fahrpläne einmal näher anschauen:

Amira
Die Amira bietet zweimal im Jahr (jeweils im April/Mai und Oktober) eine Fahrt durch die Bandasee an. Man kann dabei zwischen Long Adventure und Snake Adventure wählen. Die erste Tour geht von Sorong nach Ambon, die zweite von Ambon nach Maumere durch die Bandasee (im Oktober in umgekehrter Reihenfolge). Ein empfehlenswertes Tauchschiff unter Leitung von Bruno Hopf, einem der besten Kenner der indonesischen Gewässer.

Seahorse
Die neuerdings zu Kararu gehörende Seahorse ist ein großer, komfortabler Tauchschoner, der hin und wieder auch Ambon anfährt und Touren im Bereich der Molukken anbietet.

Ondina
Die von Ricard Buxó gemanagte Ondina ist schon viele Jahre in der Region unterwegs und fährt im Rahmen der jährlichen Überführungstouren auch Ziele auf den Molukken an. Ein sehr gut geführtes Tauchschiff mit einem sehr erfahrenen Team.

Temukira
Die Temukira ist ein mittelgroßes Tauchschiff mit durchschnittlichem Standard. Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Unterwasser-Videos: Tauchgebiet Molukken

Eine regelmäßig aktualisierte Sammlung von Unterwasser-Videos im Video-Portal Vimeo. Die Sammlung ist nach Tauchgebieten in Alben sortiert, so dass man zielgerichtet Unterwasser-Videos des Tauchgebiets ansehen kann, in das man reisen möchte.

Sie sehen hier das, was andere Taucher vorher in Ambon und den Molukken gesehen und gefilmt haben. Man kann sich also ein relativ objektives Bild von der Unterwasserwelt dieses Tauchgebiets machen.
Video: Tauchsafari von Raja Ampat nach West-Halmahera
Video. Von Raja Ampat nach Ost-Halmahera

Tauchen auf den Banda-Inseln

Tauchen auf den Kei - Inseln

Wer gerade auf den Molukken unterwegs ist und genügend Zeit hat, sollte vielleicht auch einen Besuch der Kei-Inseln im äußersten Osten der Bandasee in Erwägung ziehen. Dort finden sich nicht nur die angeblich schönsten Sandstrände Indonesiens sondern neuerdings auch die Kei Pirate Divers.

Janosch und Eva haben dort 2017 eine neue Tauchbasis eröffnet. Einfache Unterkünfte stehen ebenfalls in der Nähe zur Verfügung. Es werden Tauchkurse angeboten und Leihausrüstungen stehen zur Verfügung.

Taucherisch betritt man hier Neuland, da die Kei-Inseln in der Vergangenheit nur sehr selten von Tauchschiffen besucht wurden. Janosch schwärmt von sehr schönen und artenreichen Riffen. Auf jeden Fall ein interessantes Ziel für Taucher, die abseits vom Mainstream etwas Neues ausprobieren wollen.

Die Kei-Inseln sind von Ambon aus mittlerweile gut erreichbar. Täglich fliegen vier Maschinen von Ambon nach Langgur, dem neuen Flughafen auf Kei Kecil. Für Oktober 2017 sind sogar Direktflüge von Jakarta geplant..
Auf einer Karte Indonesiens sind sie so klein wie ein Fliegenschiss und kaum jemand in Europa kennt ihren Namen: Die Banda Inseln im Osten Indonesiens sind fast völlig in Vergessenheit geraten.

Das war allerdings nicht immer so. Vor 500 Jahren kämpften zuerst Portugiesen und dann Holländer und Engländer erbittert um die Vorherrschaft über diese Handvoll kleiner und kleinster Inseln am Rand der über 6000 m tiefen Bandasee. Sie waren damals der einzige Ort auf der Welt, wo Muskatnussbäume wuchsen. Und Muskatnüsse waren in dieser Zeit neben Nelken, Zimt und Pfeffer das wertvollste Handelsgut überhaupt. Auf Märkten in Europa war die Muskatnuss zeitweise so wertvoll wie ihr Gewicht in Gold.

Auch heute noch fühlt man sich wie ein Entdecker, wenn man mit der Fähre oder dem Tauchschiff in den natürlichen Hafen von Banda einfährt. Auf Banda Neira, der Hauptinsel scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Vor dem kolonialen Hotel Maulana und auf den Zinnen des niederländischen Forts Belgica rosten alte Kanonen vor sich hin und in den Muskatnussplantagen kann man zuschauen, wie Bandas berühmte Frucht geerntet wird.

Nach dem Bürgerkrieg zwischen 1999 und 2002 ist wieder Ruhe auf den Molukken, zu denen auch die Banda Inseln gehören, eingekehrt. Auch die Touristen kehren langsam zurück und mit ihnen erwacht die touristische Infrastruktur zu neuem Leben. Sogar eine Tauchbasis hat nun wieder in der Tauchsaison, die auf den Banda Inseln zwischen September und Mai liegt, ihre Tore geöffnet.

2011, als ich das letzte Mal auf den Banda Inseln an Bord der Amira war, gab es in Banda Neira nur das altehrwürdige aber etwas heruntergekommene Maulana Hotel, in dem schon Berühmtheiten wie Mick Jagger, Jacques Cousteau und Lady Di übernachtet haben. Der mittlerweile verstorbene Chef des Hotels, Des Alwi, war zu Lebzeiten so etwas wie der heimliche König der Banda Inseln. Ihm ist es auch zu verdanken, dass auf den Bandas die Korallen unter Schutz gestellt und die Dynamitfischerei konsequent bekämpft wurde.

Wer auf den Banda Inseln tauchen möchte, muss nun nicht mehr mit einem Tauchschiff dorthin fahren. Die Tauchbasis Bluemotion unter deutscher Leitung befindet sich in Bandaneira im Baba Lagoon Hotel. Das Baba Lagoon liegt direkt am Wasser und man hat von dort einen wunderbaren Blick auf Bandas Vulkan Gurung Api.